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Jede(r), die/der sich mit dem Internet herumschlägt kommt naturgemäss nicht darum herum, Passwörter zu definieren und zu benützen. Da ich ja auch Hoster bin für meine Kunden ist es dann und wann unvermeidlich, dass ich deren Passwort erfahre, wenn ich es ihnen nicht gar selber zugeteilt habe. Da ich verschwiegener bin als ein Grab und die Pyramiden von Gizeh zusammen, ist das auch kein Problem. Was mir aber immer wieder zu denken gibt ist, dass sehr häufig äusserst schwache Passwörter verwendet werden. Da werden Automarken und Kennzeichen, Geburtsdaten von Familienmitgliedern, Rufname des Hundes oder auch die PLZ als Passwort verwendet. Möchte ein bösartig handelnder Aussenstehender an Deine Daten oder an Deinen Rechner, so genügen oftmals Sekunden, um das Passwort zu knacken. Wenn es nicht viel Fantasie braucht, um ein Passwort zu raten, ist es auch keine Barriere. Und zudem: Oftmals tippen diese Leute ja nicht ein, sie lassen ein Computerprogramm auf Dein Login los, das so viele Passwörter generiert, bis er drin ist. Ein paar Beispiele: banane äusserst schwach Knackzeit: Sekundenbruchteile banane/35 sehr schwach Knackzeit: ein paar Sekunden Stark ist beispielsweise folgendes Passwort: IZge4BdfB&Gb Knackzeit: 157'190'060 Jahr(e) (bei 1'000'000 Tests/Sekunde) ich denke, das überleben wir beide nicht :-) Nun sagst Du vielleicht, schon klar, aber sowas kann ich mir im Leben nie merken und wenn ich es aufschreibe, ist es schon wieder ein Sicherheitsrisiko. Zweiteres stimmt, ersteres nicht. Denn was ich noch nicht gesagt habe ist, wie das Passwort entstanden ist. Es liegt ein Satz darunter, den man sich eben sehr einfach merken kann. Wenn er fünf mal laut gesprochen wird, ist er drin. In Zürich gibt es 4 Bäcker die frisches Brot & Gipfeli backen. Gross und Kleinschreibung, Zahl, Sonderzeichen, das macht ein Passwort stark. Klar dauert es ein klein wenig länger, so ein Passwort einzutippen als "banane" aber es bringt eine ungemein grosse Sicherheit. Und glaube mir, durch diese Kombination kannst Du ein Passwort vor den Augen des versammelten Publikums eintippen, diese Zeichenfolge vermag sich kein Mensch zu merken, wenn er nicht gerade eine Videokamera benützt. Noch ein Tipp. Auf Seiten, die nicht absolut vertrauenswürdig sind, niemals das gleiche Passwort verwenden, wie auf Seiten, wo's drauf ankommt. Ich käme z.B. nie auf die Idee, in einer Chat-Registrierung das gleiche Passwort zu verwenden, wie für das Internet Banking. Das ist schon fast grobstfahrlässig. Ich selber verwende etwa 8 verschiedene Passwörter. Eines davon ist z.B. reserviert für Seiten, wo es um Geld geht. Ein Passwort ist für Shoppingseiten der seriösen Art wie Betty Bossi, Amazon oder ARP Datacon. Und ich habe auch ein Passwort, das ich auf Seiten verwende, wo es mir egal ist, wenn es rauskommt. Oder das ich auch mal aus irgend einem Grund jemandem nennen kann. Mein Problem ist dann eigentlich nur, welches Passwort verwende ich auf den ca. 500 Logins, die ich benütze. Klar, dafür gibt es auch eine Liste, aber auf der steht nicht das eigentliche Passwort, sondern nur Login www.bluewin.ch user: demo Passwort 4........z. Das reicht, um mich zu erinnern. Teste Dein Passwort bei: https://passwortcheck.datenschutz.ch/check.php (Datenschutzbeauftragter Kanton Zürich). Wird wahrscheinlich aufschlussreich sein. |