Friday, May 16, 2008
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Christa lernt Korben PDF Drucken E-Mail
Fast wäre es ausgestorben, ein Handwerk, welches bis vor etwa 30 Jahren noch einigen (Über)-Lebenskünstlern zum täglichen Brot bzw. Schnaps reichte: das Korben. Doch da gibt es auf dem Steinerberg dann und wann und nur für Eingeweihte einen Kurs zum Erwerb der Korberkenntnisse durchzuführen. Und siehe da: gleich eine Handvoll Personen meldete sich spontan für einen Lehrgang unter der Federführung von ‚Ober-Korber’ Walter Laimbacher an. Das Resultat: sechs selbst gefertigte Körbe ‚feckerscher Art’ und die Weitergabe von Wissen an eine neue Generation.

Irgend durch ein zufälliges Gespräch in der Garage hat Christa kürzlich zugesagt, an einem Eintages-Kurs teilzunehmen, um einen Einblick in das Korber-Handwerk zu erhalten. Am Samstag, 13. Januar 2007 war es dann soweit.

Um 7.30 Uhr gings los, Walter Laimbacher nahm seine Lehrlinge an die Hand und zeigte ihnen die Arbeitsschritte, die für das Korben nötig sind.

Rohmaterial schneiden und säubern, sortieren und feucht halten

Diese Vorarbeit wurde den Kursteilnehmer diesmal abgenommen. Walter Laimbacher hielt eine ganze Menge von gut biegbaren Weidenschösslingen bereit. So konnte denn auch unverzüglich mit der eigentlichen Korberei losgehen.

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Spalten, hobeln und verarbeiten

Nun begann die eigentliche Tätigkeit: das Korben. Hiezu wurden noch ‚technische Hilfsmittel’ benötigt. Dazu zählten: ein Taschenmesser, eine Baumschere, ein selbst gefertigtes Spalthölzli zwecks Teilung der dicken Weidenästchen, eine Ale sowie ein Handhobel. Dies alles nebst einer Pfanne mit heissem Wasser, um darin Brünlig (lies Kaffee) als Stärkungsmittel für die kraftraubende Tätigkeit zu brauen. Die Voraussetzungen waren geschaffen, das Korben konnte beginnen. Zuerst wurde mit dicken, kräftigen Weidenrütchen der Korb-Boden geschaffen, unmittelbar dann die vertikalen ‚Träger’. Für die so genannte Korbwand dienten mittelfeine, gespaltene Rütchen. Diese wurden mit viel Fleiss zwischen die ‚Träger’ eingeflochten, bis sich eine vernünftige Korbhöhe ergab. Je verschieden-farbiger das Rohmaterial war, desto bunter dann der handgefertigte Korb. Die ‚Krönung’ schliesslich erfolgte mit der Erstellung des Korb-Randes. Hier zeigte sich, wie gut die Qualität der Ruten war bzw. wie ‚straff’ gekorbt wurde. Spätestens bei diesem Punkt brachen zu trockene Ästchen. ‚Geschmeidigkeit’ war also auch beim Korben ein wichtiger Begriff.

Gegen den frühen Nachmittag war es soweit und Christa konnte ihren selber geflochtenen Korb bestaunen und mit nach Hause nehmen. Er eignet sich phantastisch als Blumenbehälter.

 

 

 

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