Aus der Wirtschaft
Wie man Telemarketer los wird.
Üblicherweise beantworte ich die telefonische Anfrage: "Sind Sie der Geschäftsführer?" mit "Nein, ich bin der Hauswart." Es wird dann jeweils rückgefragt, wann der Geschäftsführer denn da sei. "Weiss ich nicht, er meldet sich bei mir nicht ab."
Das reicht in aller Regel, um das Gespräch zu beenden.
Vor ein paar Tagen habe ich mir aber was Neues einfallen lassen. Ich kann das nur zur Nachahmung empfehlen, wenn der nächste Orange Vertreter oder die nächste Krankenkassenwechselagentin anruft.
Nach abheben des Telefonhörers erklingt die sanfte Stimme einer Drucker-Tonerkassettenverscherblerin aus Thütschland: "Guten Tag. Wer ist bei Ihnen für den Einkauf von Druckerkassetten zuständig?" Meine Antwort: "Niemand". - "Aber jemand kauft doch diese Kassetten ein..."
Ich schalte meine sanft-evangelikanische Stimme ein und sage: "Glauben Sie an Jesus Christus?" Betretenes Schweigen. Dann: "Das muss Sie ja nicht interessieren." Ich: "Oh doch! Wann haben Sie zum letzten Mal zu Gott gebetet?" Die Tonerkassettenlady japst erneut nach Luft. Ich setze noch einen obendrauf: "Jesus wird auch Sie retten. Er streckt seine Hand aus, aber Sie müssen sie ergreifen." Die Lady nimmt einen letzten Anlauf: "Wir haben jetzt eine Aktion mit unglaublich hohen Rabatten..." Ich: "Wissen Sie, was im zwölften Gebot steht?" (Sie wird ja kaum wissen, dass der olle Moses bloss deren zehn vom Berg runterschleppte.) "Im zwölften Gebot steht, Du sollst nicht begehren Deines Nächsten Arbeitszeit!" Natürlich hat sie das nicht gecheckt, sonst würde sie ja was gscheiteres tun als telefonisch Tonerkassetten zu verrösten. "Darf ich mal den Geschäftsführer sprechen?" nimmt sie einen letzten Anlauf. Meine Antwort: "Den sehe ich nur am Sonntag im Königreichssaal der Zeugen Jehovas."
Sie gibt auf und bricht die Verbindung ab. Ich konnte einen dicken Lacher nicht zurückhalten. Der ist gesessen! Wahrscheinlich wird die Dame jetzt von einem Care Team betreut.
Customer Service
Ich habe am Montag einen Hintergrundkarton bei einem Lieferanten bestellt. 135 cm breit und eine Rolle von ca. 10 cm Durchmesser.
Zu der Dame im Bestellbüro habe ich gesagt: "Ist es möglich, dass Sie mir das Paket per Post zusenden könnten und nicht mit DPD? Für eine Firma mit einem ständig besetzten Empfang ist DPD kein Problem, aber für einen Einmannbetrieb wie ich das bin, schon. Der Kurier kommt nämlich immer genau dann, wenn ich für eine Stunde bei einem Kunden bin. Weil ich nicht da bin, nimmt er das Paket wieder mit und das gibt dann ein ständiges Hin und Her."
"Oh, das ist kein Problem" meinte das Girlie, "selbstverständlich senden wir Ihnen das per Post! Ich vermerke das gleich auf dem Lieferschein."
Booah, dachte ich. Flexibel!
Jetzt darfst Du einmal raten, wer eben bei mir reingeschaut hat, mit einer Rolle unter dem Arm.
Yep, der nette Mann von DPD. Wieso wusstest Du das?
Afrikanisches Brauchtum
Die WM ist aus, nun wird nach typisch afrikanischem Brauchtum der nächtliche Rückbau beginnen. Als erstes werden die Elektroinstallationen entfernt, das Kupfer, das in den Leitungen ist, bringt zur Zeit Höchstpreise. Danach werden die Sanitären Einrichtungen abmontiert. Die kann man entweder zu Hause brauchen (sofern Wasser in der Nähe ist), oder als Alteisen gut verkaufen. Aus den Garderobeschränken lassen sich perfekte Hühnerställe basteln. Die Sitzschalen der Tribünen werden bald ganz Afrika zieren. Ein Grosshändler aus Nigeria soll schon 5'000 Sitze bestellt haben. Die sind für Strassencafés in Abuja bestimmt. 5 Sitze werden gegen eine Ziege gehandelt.Beteiligt man den Stadtpräsidenten mit 30 Prozent, dann lässt er die Leute machen und hält die Polizei zurück. Alles afrikanische Bräuche! Was sie wohl mit dem Garaventa Bähnli machen? Vielleicht könnte man das günstig kaufen und über dem neuen Hardturm-Stadium aufbauen.
So kann Gerechtigkeit interpretiert werden
Kürzlich im TV gehört:
Im Westjordanland leben 92 % Palistinenser auf dem Land, welches ihnen schon seit Menschengedenken gehört.
Im Westjordanland leben 8 % Israeli auf dem Land, das sie den Paliästinensern gestohlen haben.
Israel beansprucht 89 % des Wassers für sich. 21 Prozent ist für die Palistinenser, die genauso Landwirtschaft betreiben und ihre Felder bewässern sollten. In Westjordanland gibt es z.B. eine Bierbrauerei, die kann genau an zwei Tagen brauen, dann nämlich wenn es Wasser hat.
Dem Naturell und Charakter der Juden entsprechend (wir sind das auserwählte Volk) lassen sie die Palästinenser täglich auf Sichtdistanz miterleben, wie sie ihre Swimmingpools füllen, ihre Rasen sprengen und stundenlang ihre Autos waschen. Ich finde sowas pervers.
Zum Glück sind alle Waren in der Migros nach Herkunftsländern ausgezeichnet. Nicht ein einziges Erdnüsschen aus Israel hat oder wird je den Weg in meine Einkaustüte finden. Aber die Schweiz kauft diesem Land noch Rüstungsgüter ab...
Wir leben Autos
Nachdem sich die ganze Schweiz totgelacht hat über den Furz der Zürcher Stadtverwaltung,
vor ein paar Jahren den Slogan "Wir leben Zürich" in die Welt zu posaunen kommt nun noch
der Nachzügler und Imitator.
Opel
Wir leben Autos.
Einen solchen Stuss lässt eine deutsche Firma raus, die an sich der deutschen Sprache mächtig
sein sollte.
Leute, es ist nicht deutsch und schon gar nicht witzig, es ist einfach falsch!
Oder sollte ich auch noch auf den Zug aufspringen?
ABC Promotion - Wir leben WebDesign
Wer's nicht glaubt: www.opel.ch
EU büsst Intel
Was ich wohl nie verstehen werde
EU fällt Busse gegen Intel aus
Da macht eine Firma seit zwanzig Jahren hervorragende Prozessor- und Memorychips und hat, weil die Produkte excellent sind, einen guten Erfolg am Markt. Sie werden zum gehobenen Standard. Selbstverständlich werden sie nach einiger Zeit von Konkurrenz angegriffen. Es ist aber so, dass die Konkurrenzchips während der ganzen Zeit nie an die Originale herankamen. Die Chips waren bei, wenn auch nichtalltäglichen, Konstellationen schlicht nicht kompatibel, d.h. Programme liefen auf dem Originalchip und auf dem Konkurrenzchip nicht. Das hat sich schnell durch die Heftli und durch die Foren verbreitet und man rümpfte in Fachkreisen bald die Nase über den Konkurrenzprozessor. Diese konnten vielleicht noch über Kanäle wie Warenhäuser, Versand und Lebensmittel-Discounter verkauft werden aber ich kenne keinen PC Profi, der Systeme zusammenstellt und baut, der nicht vehement davon abraten würde, nicht das Original einzusetzen, auch wenn es ein paar Euro günstiger ist. Der Kleber "Intel inside" hat schon seine Berechtigung.
Natürlich ist es nicht wirklich fein, Spezialrabatte zu gewähren, wenn Kunden nur das Spitzenprodukt und nicht noch welche von der Konkurrenz verkaufen. Aber Hand aufs Herz: die Verkaufskonditionen sind erstens Sache der Verkäuferin, der Kunde muss diese ja nicht akzeptieren, wenn er nicht will und zweitens, ist doch absolut gängig. Ich kenne keine grössere Bude, bei der ich die Hand ins Feuer legen würde, das die das nicht auch tun. Was hat 1983 die IBM mit uns Händlern gemacht? Eine dauernde Seelenmassage, dass man gefälligst nur IBM zu verkaufen hätte. Inkl. Vergünstigungen für die Händler, die das getan haben. Und was macht Audi mit ihren Händlern? Ich möchte mal erleben, was geschehen würde, wenn ein Audi Händler noch Volvos im gleichen Verkaufsraum stehen hätte. Vertragsauflösung wäre wohl das Mindeste.
Quintessenz: Die EU büsst Intel, weil sie während zwanzig Jahren einen guten Job gemacht hat und nennt das "Missbrauch der Marktmacht". Quatsch, das war höchstens "Unfähigkeit der Konkurrenz". Ich bin nun ziemlich exakt 31 Jahre in der PC Branche tätig und habe vom 8080er an alles mitgemacht. Ich weiss, wovon ich rede.



